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Warum ausreichendes Trinken für Ihren Körper so wichtig ist

Wenn ich Men­schen in mei­ner Pra­xis fra­ge, wie viel Was­ser sie täg­lich trin­ken, höre ich oft die­sel­be Ant­wort: „Ich trin­ke schon genug.“ Schau­en wir dann gemein­sam genau­er hin, stellt sich häu­fig her­aus, dass es oft nur ein bis ein­ein­halb Liter Was­ser pro Tag sind – unab­hän­gig von Kör­per­ge­wicht, Bewe­gung oder Jahreszeit.

Aus mei­ner Erfah­rung wird die Bedeu­tung von Was­ser für unse­re Gesund­heit noch immer unter­schätzt. Dabei ist Was­ser die Grund­la­ge nahe­zu aller Stoff­wech­sel­pro­zes­se im Kör­per. Ohne aus­rei­chend Flüs­sig­keit kön­nen vie­le wich­ti­ge Funk­tio­nen nicht opti­mal ablaufen.

Wie viel Wasser braucht der Körper?

Bei gesun­den Men­schen – also ohne Herz­schwä­che oder eine rele­van­te Nie­ren­er­kran­kung – lässt sich der indi­vi­du­el­le Flüs­sig­keits­be­darf rela­tiv ein­fach berech­nen. Die­se Berech­nung gehört des­halb häu­fig zu mei­ner ganz­heit­li­chen Gesundheitsberatung.

Denn jeder Mensch ist unter­schied­lich. Kör­per­ge­wicht, Bewe­gung, Außen­tem­pe­ra­tur, Ernäh­rung und Stress beein­flus­sen den täg­li­chen Was­ser­be­darf. Gera­de an hei­ßen Tagen, bei kör­per­li­cher Anstren­gung oder wäh­rend einer Erkran­kung steigt der Bedarf zusätzlich.

Wasser ist der Motor unseres Stoffwechsels

Unser Kör­per besteht zu einem gro­ßen Teil aus Was­ser. Nahe­zu jede ein­zel­ne Kör­per­zel­le ist dar­auf ange­wie­sen.
Was­ser unter­stützt unter anderem:

  • den Trans­port von Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen und Spu­ren­ele­men­ten zu den Körperzellen
  • den Trans­port von Eisen und ande­ren wich­ti­gen Nähr­stof­fen im Körper
  • die Auf­nah­me von Mikro­nähr­stof­fen im Rah­men einer aus­ge­wo­ge­nen Ernährung
  • die Ener­gie­ge­win­nung in den Zellen
  • eine gute Durch­blu­tung und Sauerstoffversorgung
  • das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem
  • die natür­li­che Funk­ti­on des Lymphsystems
  • die Aus­schei­dung von Stoff­wech­sel­pro­duk­ten über Nie­ren und Harnwege
  • die Regu­lie­rung der Körpertemperatur
  • gesun­de Haut und Schleimhäute
  • Mus­keln, Gelen­ke und Bandscheiben
  • zahl­rei­che natür­li­che Regu­la­ti­ons­pro­zes­se im Körper

Wer dau­er­haft zu wenig trinkt, bemerkt dies häu­fig zuerst durch Müdig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me, Kopf­schmer­zen oder nach­las­sen­de Leistungsfähigkeit.

Wasser und Darmgesundheit

Ein wei­te­rer Bereich, den vie­le Men­schen unter­schät­zen, ist die Ver­dau­ung. Damit unser Darm gut arbei­ten kann, benö­tigt er aus­rei­chend Flüs­sig­keit. Was­ser unter­stützt die natür­li­che Darm­be­we­gung (Darm­pe­ris­tal­tik), hält den Darm­in­halt geschmei­dig und kann dazu bei­tra­gen, Ver­stop­fung vorzubeugen.

Auch für eine gute Darm­ge­sund­heit und die opti­ma­le Auf­nah­me von Nähr­stof­fen spielt eine aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr eine wich­ti­ge Rol­le. Wer Bal­last­stof­fe zu sich nimmt, soll­te des­halb immer auch aus­rei­chend Was­ser trin­ken. Erst das Zusam­men­spiel bei­der Fak­to­ren unter­stützt eine gesun­de Verdauung.

Das Lymphsystem – die innere „Transport- und Reinigungsstraße“

Jeden Tag ver­ar­bei­tet unser Kör­per Stoff­wech­sel­pro­duk­te und ist unter­schied­li­chen Umwelt­be­las­tun­gen aus­ge­setzt.
Das Lymph­sys­tem unter­stützt den Kör­per dabei, Gewe­be­flüs­sig­keit sowie Stoff­wech­sel­pro­duk­te abzu­trans­por­tie­ren und spielt eine wich­ti­ge Rol­le für das Immunsystem.

Aus­rei­chend Was­ser, regel­mä­ßi­ge Bewe­gung und eine gesun­de Lebens­wei­se kön­nen die­se natür­li­chen Pro­zes­se sinn­voll unterstützen. 

Wasser unterstützt Konzentration und Leistungsfähigkeit

Unser Gehirn reagiert beson­ders emp­find­lich auf Flüs­sig­keits­man­gel. Vie­le Men­schen berich­ten bei zu gerin­ger Flüs­sig­keits­auf­nah­me über Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me, nach­las­sen­de Merk­fä­hig­keit oder das Gefühl, nicht mehr rich­tig „klar den­ken“ zu können.

Gera­de Kin­der und Jugend­li­che im Wachs­tum sowie Men­schen mit hoher geis­ti­ger Belas­tung pro­fi­tie­ren häu­fig davon, regel­mä­ßig aus­rei­chend Was­ser zu trinken.

Wasser und Hormone

Auch unser Hor­mon­sys­tem ist auf ein sta­bi­les inne­res Milieu ange­wie­sen. Was­ser unter­stützt zahl­rei­che Stoff­wech­sel- und Regu­la­ti­ons­pro­zes­se und schafft damit eine wich­ti­ge Grund­la­ge für das Zusam­men­spiel ver­schie­de­ner Körpersysteme.

Gera­de in Zei­ten von Stress oder hor­mo­nel­len Ver­än­de­run­gen lohnt es sich des­halb, dem The­ma Was­ser beson­de­re Auf­merk­sam­keit zu schenken.


Auch die Wasserqualität verdient Aufmerksamkeit


Nicht nur die Trink­men­ge, son­dern auch die Qua­li­tät des Was­sers spielt eine Rol­le. Je nach Wohn­ort kann sich Lei­tungs­was­ser in sei­ner Zusam­men­set­zung unter­schei­den. Vie­le Men­schen beschäf­ti­gen sich des­halb mit Was­ser­fil­tern oder ande­ren Mög­lich­kei­ten der Wasseraufbereitung.

Wenn Sie Fra­gen zur Was­ser­qua­li­tät haben, bera­te ich Sie ger­ne per­sön­lich und infor­mie­re Sie über ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten der Was­ser­auf­be­rei­tung sowie pas­sen­de Fil­ter­sys­te­me für Ihren Haushalt.

Aus meiner Erfahrung


Oft begin­nen wir mit kom­pli­zier­ten Lösun­gen, obwohl die ein­fachs­ten Din­ge den größ­ten Unter­schied machen kön­nen. Aus­rei­chend Was­ser zu trin­ken kos­tet kaum Zeit und ist eine der wert­volls­ten Gewohn­hei­ten für unse­re Gesund­heit. Es unter­stützt unse­ren Kör­per Tag für Tag dabei, Stoff­wech­sel­pro­zes­se auf­recht­zu­er­hal­ten, Nähr­stof­fe dort­hin zu brin­gen, wo sie gebraucht wer­den, und Belas­tun­gen wie­der auszuscheiden.

Manch­mal beginnt mehr Ener­gie nicht mit einem Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel, son­dern mit einem Glas Wasser.

Wie ich Sie begleiten kann

Im Rah­men mei­ner ganz­heit­li­chen Gesund­heits­be­ra­tung berech­nen wir gemein­sam Ihren indi­vi­du­el­len Flüs­sig­keits­be­darf und betrach­ten wei­te­re Fak­to­ren wie Ernäh­rung, Mikro­nähr­stof­fe, Darm­ge­sund­heit, Stress, Schlaf, Bewe­gung und Lebens­stil. Denn Gesund­heit ent­steht sel­ten durch eine ein­zel­ne Maß­nah­me – son­dern durch vie­le klei­ne Ent­schei­dun­gen, die jeden Tag zu mehr Ener­gie, Wohl­be­fin­den und Lebens­qua­li­tät beitragen.