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Müdigkeit verstehen und neue Energie finden


Kaum ein The­ma begeg­net mir in mei­ner Pra­xis so häu­fig wie anhal­ten­de Müdig­keit und Erschöp­fung. Vie­le Men­schen erzäh­len mir, dass sie aus­rei­chend schla­fen und trotz­dem mor­gens kaum aus dem Bett kom­men. Ande­re füh­len sich schon am Nach­mit­tag kraft­los, kön­nen sich schlecht kon­zen­trie­ren oder haben das Gefühl, dass ihnen die Ener­gie für den All­tag fehlt.

Aus mei­ner Erfah­rung gibt es dafür sel­ten nur einen ein­zi­gen Grund. Oft kom­men meh­re­re Fak­to­ren zusam­men, die den Kör­per über län­ge­re Zeit belasten.

Wasser – die Grundlage für Energie

Eine der häu­figs­ten Beob­ach­tun­gen in mei­ner Pra­xis ist, dass vie­le Men­schen deut­lich zu wenig Was­ser trin­ken. Nicht Tee, Kaf­fee oder Säf­te – son­dern stil­les Wasser.

Immer wie­der erle­be ich Men­schen mit einem Kör­per­ge­wicht von 70 bis 90 Kilo­gramm, die täg­lich gera­de ein­mal einen Liter Was­ser trin­ken. Für unse­ren Kör­per ist das häu­fig zu wenig.

Was­ser ist an nahe­zu allen Stoff­wech­sel­pro­zes­sen betei­ligt. Es trans­por­tiert Nähr­stof­fe zu den Zel­len, unter­stützt den Abtrans­port von Stoff­wech­sel­pro­duk­ten und hilft dem Kör­per, sei­ne natür­li­chen Regu­la­ti­ons­pro­zes­se auf­recht­zu­er­hal­ten. Fehlt dem Kör­per über län­ge­re Zeit aus­rei­chend Flüs­sig­keit, kann sich das unter ande­rem durch Müdig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me, Kopf­schmer­zen, tro­cke­ne Haut oder ver­min­der­te Leis­tungs­fä­hig­keit bemerk­bar machen.

Mein ers­ter Rat ist des­halb oft ganz ein­fach: Beob­ach­ten Sie bewusst, wie viel Was­ser Sie tat­säch­lich täg­lich trin­ken. Klei­ne Ver­än­de­run­gen kön­nen manch­mal bereits einen spür­ba­ren Unter­schied machen.

Chronischer Stress raubt Energie

Stress gehört zum Leben. Pro­ble­ma­tisch wird er dann, wenn unser Kör­per kaum noch Zeit bekommt, sich zu erholen.

Steht der Orga­nis­mus dau­er­haft unter Anspan­nung, bleibt das Ner­ven­sys­tem häu­fig im “Aktiv­mo­dus”. Die Erho­lungs­pha­se des Para­sym­pa­thi­kus kommt zu kurz. Vie­le Men­schen schla­fen zwar, errei­chen aber kei­ne aus­rei­chen­den Tief­schlaf­pha­sen. Die Fol­ge kön­nen Müdig­keit, Erschöp­fung, inne­re Unru­he, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me und das Gefühl sein, nie wirk­lich aus­ge­ruht zu sein.

Chro­ni­scher Stress beein­flusst außer­dem den Zucker­stoff­wech­sel, den Hor­mon­haus­halt und häu­fig auch das Ess­ver­hal­ten. Nicht sel­ten neh­men Men­schen in die­ser Pha­se an Gewicht zu oder füh­len sich trotz aller Bemü­hun­gen energielos.

Aus mei­ner Erfah­rung sind stren­ge Diä­ten oder Inter­vall­fas­ten in sol­chen Belas­tungs­pha­sen nicht immer der rich­ti­ge Weg. Wenn der Kör­per bereits unter Dau­er­stress steht, braucht er zunächst Sta­bi­li­tät, aus­rei­chen­de Nähr­stof­fe und Erho­lung, bevor zusätz­li­che Belas­tun­gen sinn­voll sein können.

Hormone beeinflussen unsere Energie

Gera­de Frau­en erle­ben in der Prä­me­no­pau­se und Meno­pau­se häu­fig Ver­än­de­run­gen, die sich zunächst unspe­zi­fisch zei­gen. Müdig­keit, Schlaf­stö­run­gen, Hit­ze­wal­lun­gen, Gewichts­zu­nah­me, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me oder Stim­mungs­schwan­kun­gen wer­den nicht immer sofort mit hor­mo­nel­len Ver­än­de­run­gen in Ver­bin­dung gebracht.
Eine recht­zei­ti­ge Bera­tung kann hel­fen, die­se Ver­än­de­run­gen bes­ser zu ver­ste­hen und früh­zei­tig gegen­zu­steu­ern. Häu­fig las­sen sich bereits durch Lebens­stil, Ernäh­rung und eine geziel­te Ver­sor­gung mit Mikro­nähr­stof­fen wert­vol­le Impul­se set­zen. In man­chen Fäl­len kann zusätz­lich eine gynä­ko­lo­gi­sche Abklä­rung sinn­voll sein, um gemein­sam über wei­te­re Behand­lungs­mög­lich­kei­ten zu entscheiden.

Auch kleine Belastungen können Kraft kosten

Unser Kör­per arbei­tet jeden Tag dar­an, das inne­re Gleich­ge­wicht auf­recht­zu­er­hal­ten. Dabei spie­len unter ande­rem Leber, Darm, Herz-Kreis­lauf-Sys­tem, Gefä­ße, Lymph­sys­tem und das Immun­sys­tem eine wich­ti­ge Rol­le.
Aus mei­ner Erfah­rung lohnt es sich, auch mög­li­che stil­le Ent­zün­dungs­pro­zes­se, chro­ni­sche Belas­tun­gen oder indi­vi­du­el­le Regu­la­ti­ons­stö­run­gen im Blick zu behal­ten. Manch­mal kann eine ganz­heit­li­che Gesund­heits­be­ra­tung dabei hel­fen, Zusam­men­hän­ge bes­ser zu ver­ste­hen und gemein­sam sinn­vol­le Schrit­te zu ent­wi­ckeln.
Je nach per­sön­li­cher Situa­ti­on kön­nen Ernäh­rung, Mikro­nähr­stof­fe, pflanz­li­che Prä­pa­ra­te oder ergän­zen­de Regu­la­ti­ons­me­tho­den eine Unter­stüt­zung sein. Wel­che Maß­nah­men sinn­voll sind, soll­te immer indi­vi­du­ell betrach­tet und – wenn erfor­der­lich – mit dem behan­deln­den Arzt abge­stimmt werden.

Manchmal verliert nicht nur der Körper Energie

Nicht jede Erschöp­fung ent­steht allein auf kör­per­li­cher Ebe­ne. Im Lau­fe mei­nes Berufs­le­bens habe ich oft erlebt, dass unge­lös­te Kon­flik­te, dau­er­haf­te Sor­gen, belas­ten­de Bezie­hun­gen oder unbe­wuss­te Ängs­te dem Men­schen viel Kraft neh­men kön­nen. Nach außen wir­ken vie­le stark und funk­tio­nie­ren – inner­lich sind sie jedoch schon lan­ge erschöpft.

Des­halb fra­ge ich in mei­ner Beglei­tung nicht nur, wo die Ener­gie fehlt, son­dern auch wo sie täg­lich ver­lo­ren geht.
Manch­mal beginnt Ver­än­de­rung genau dort, wo wir begin­nen, unser Leben mit neu­en Augen zu betrachten.

Aus meiner Erfahrung

Müdig­keit ist für mich kein Geg­ner, den es zu bekämp­fen gilt. Sie ist oft ein lei­ses Signal des Kör­pers, dass etwas Auf­merk­sam­keit braucht.

Des­halb suche ich nicht nur nach ein­zel­nen Sym­pto­men, son­dern betrach­te immer den gan­zen Men­schen – sei­ne Gesund­heit, sei­nen All­tag, sei­ne Bezie­hun­gen und sei­ne Lebens­ge­wohn­hei­ten. Denn genau dort ent­ste­hen häu­fig die Zusam­men­hän­ge, die den Weg zurück zu mehr Ener­gie, Lebens­freu­de und inne­rer Balan­ce ermöglichen.

Wie ich Sie begleiten kann

Wenn Sie unter anhal­ten­der Müdig­keit, Erschöp­fung, Schlaf­stö­run­gen oder Ener­gie­lo­sig­keit lei­den und die mög­li­chen Ursa­chen ganz­heit­lich betrach­ten möch­ten, beglei­te ich Sie ger­ne im Rah­men einer indi­vi­du­el­len Gesund­heits­be­ra­tung. Gemein­sam ent­wi­ckeln wir einen Weg, der zu Ihrer per­sön­li­chen Situa­ti­on passt und Ihre Gesund­heit nach­hal­tig unter­stüt­zen kann.